Pädagogischen Grundsätze und Methoden


Förderung

Jedes Kind wird von mir individuell gefördert. Dies tue ich, indem ich ihr Kind gezielt beobachte um herauszufinden in welchen Dingen es noch Unterstützung braucht, ob es ihm gut geht und mit welchen Entwicklungs-  und Bildungsthemen es sich gerade beschäftigt.

 

Im Alter von null bis drei Jahren gibt es viele neue und aufregende Entwicklungen für Ihr Kind. Es entdeckt seine Sinne und erlernt Dinge wie zum Beispiel krabbeln, sitzen, laufen, essen und vieles mehr. Hierbei gebe ich Ihrem Kind die Zeit die es braucht und dränge es nicht.


Kinder wollen alles ertasten ob mit dem Mund, ihren Händen oder auch mit den Füßen alles ist aufregend. Kinder lernen bei allem was sie tun. Wichtig ist es ihnen genug Freiraum zu lassen, um sich zu bewegen und neues auszuprobieren. Natürlich unter Aufsicht und in einem sicheren Umfeld. 


Ich lasse die Kinder so viel wie möglich selbstständig ausprobieren so lernen sie am schnellsten, sind sehr stolz auf sich und haben immer ein Erfolgserlebnis,  was ihr Selbstbewusstsein stärkt und was wichtig ist um später in der Welt gut zurechtzukommen. 


Außerdem werden viele Fähigkeiten auch durch das gemeinsame Anlegen eines Gemüsebeets gefördert. Dieses ist in verschiedener Hinsicht eine Unterstützung für die Entwicklung der Kinder. Sie lernen, dass Gemüse nicht nur im Laden gekauft wird, sondern das man es anbauen und ernten kann und dies gar nicht so schwer ist. 


Bei allen Tätigkeiten begleite ich die Kinder sprachlich. Auf diese Weise kann ihr Wortschatz wachsen. Bücher anschauen und vorlesen sind auch ein wichtiger Bestandteil für das Entwickeln der Sprache und des Sprachverständnisses. Die Kinder können durch Bücher auch ihre Fantasie entwickeln. Ich gebe den Kindern die Möglichkeit,  ihre eigene individuelle Persönlichkeit zu entwickeln.



Inklusion


Inklusion bedeutet, die Gleichberechtigung aller Menschen egal welcher Herkunft, Religion, Bildung oder einer eventuellen Behinderung. Jeder Mensch hat das Recht in die Gesellschaft mit einbezogen zu werden denn ,,Normal`` ist nur, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Wir möchten auch den ganz kleinen dieses denken mit auf den Lebensweg geben, indem wir alle gleich behandeln und alle Menschen zusammen bringen. 


Unsere Tagespflege liegt im Erdgeschoss und ist Barrierefrei somit haben auch die Körperlich eingeschränkten Kinder oder auch Eltern keine Mühe unsere Tagespflege zu besuchen. 

Die Spielmaterialien wurden von mir so ausgesucht, dass jedes Kind sie gut benutzen kann und alle Sinne und die Motorik gefördert werden und ich auf die Unterschiedlichsten Bedürfnisse eingehen kann. Auch die Spielgeräte im Garten werden für alle Kinder gut zugänglich sein. Denn auch hier habe ich die Inklusion mit bedacht.


Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden bei uns in allem mit einbezogen, denn es gibt immer eine Möglichkeit den Bedürfnissen gerecht zu werden. Ich möchte, dass keines der Kinder sich ausgegrenzt fühlt und das jedes Kind in die Gruppe integriert ist. 


Das wichtigste bei meiner Arbeit ist die Beobachtung und Dokumentation, denn dadurch sehe ich, ob das Kind einen besonderen Förderbedarf hat. Sollte ich bei der Beobachtung feststellen, dass Handlungsbedarf besteht, bespreche ich gemeinsam mit Ihnen meine Beobachtungen und unterstütze Sie, die richtige Anlaufstelle zu finden. Gerne gebe ich Ihnen dafür die Beobachtungsdokumentation mit oder gehe auch gerne in Kontakt mit der Anlaufstelle. Denn nur durch die gemeinsame Zusammenarbeit kann die bestmögliche Lösung für das Kind  gefunden werden. 


Der richtige Ansatz der Förderung spielt eine große Rolle. Ich gehe soweit es mir möglich ist auf jedes Krankheitsbild ein, indem ich  mich ausführlich damit auseinandersetze um dem Kind ein Gefühl von Interesse und Vertrauen zu vermitteln und um es bestmöglich zu unterstützen. Für das Kind und auch für die Eltern ist eine neue Diagnose oder das Gefühl von nicht Zugehörigkeit meist eine beängstigende und belastende Situation, bei der ich Sie gerne unterstützen möchte. 


Viele Kinder haben auch in sehr jungen Jahren schon Traumatisierende Erlebnisse hinter sich und haben manchmal auch ihr Vertrauen verloren. Dabei gehe ich besonders behutsam auf das Kind ein und gebe ihm die Zeit die es braucht um neues Vertrauen aufzubauen und dränge es nicht. Auch Tiere spielen in der Inklusion eine große Rolle denn der Kontakt mit ihnen kann eine Therapeutische Wirkung auf Körper und Seele haben. 


Partizipation 


Ich möchte die Kinder so viel wie möglich mitbestimmen lassen. Die Kinder dürfen bei den täglichen Aktivitäten mit entscheiden was wir machen. Es ist auch in Ordnung wenn ein Kind mal etwas nicht mitmachen möchte.


Wenn das Wetter es zulässt, dürfen die Kinder entscheiden, ob sie gerne ihre Mahlzeiten drinne oder lieber draußen im Garten zu sich nehmen wollen. Sie dürfen auch entscheiden neben welchem anderem Kind sie sitzen wollen.


Die Kinder dürfen selbst entscheiden ob sie essen möchten. Möchte das Kind nichts essen, muss es aber trotzdem mit am Tisch sitzen bleiben bis die anderen Kinder fertig sind und darf nicht einfach herum laufen. 


Ich zwinge kein Kind zum Essen wenn es nicht möchte. Die Kinder dürfen beim Tisch decken helfen und auch beim abräumen. Gerne werde ich auch von den Kindern beim Backen und Kochen unterstützt wenn sie möchten.


Kinder dürfen selbst entscheiden wann sie bereit sind auf die Toilette zu gehen und erhalten dabei meine volle Unterstützung. 


Die Kinder werden von mir nicht ohne ihren Willen einfach aufs Töpfchen gesetzt. Ich möchte, dass die Kinder von alleine Interesse zeigen und von vornherein auf die Toilette gehen. 


Natürlich können Kinder auch nicht alles mitbestimmen wie zum Beispiel ob sie gewickelt werden, denn dabei ist das Risiko zu groß Wund zu werden, was bei den Kindern Schmerzen verursachen kann.


Auch beim Essen dürfen die Kinder nicht bei allem mitbestimmen. Sie dürfen nicht mit dem Essen spielen oder Matschen, denn sie sollen lernen, dass man mit Lebensmitteln vernünftig umzugehen hat.


Die Kinder werden beim Mittagsschlaf nicht von mir geweckt, sondern bekommen die Zeit dafür die sie brauchen um sich ausreichend auszuruhen. Alle Kinder schlafen bei mir. Denn dies ist in so jungen Jahren sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes.

Wenn ein Kind mal nicht schlafen kann, darf es sich in der Zeit mit etwas anderem beschäftigen und wird von mir nicht zum schlafen gezwungen. 




Spiel- und Bewegungsmaterialien 


Im Spielbereich stehen den Kindern verschiedene Spielzeuge zur Verfügung. Diese fördern ihre Sinne, grob- und Feinmotorik. Zudem gibt es eine Rutsche mit Bällebad und einen Spiegel vor dem die Kinder tanzen oder sich selbst entdecken können. Viel Spaß für Ihren kleinen Entdecker bietet das Sinnesauto. Es ist mit vielen Klang und Bewegungselemente ausgestattet. Diese Elemente stimulieren das Kind in den Bereichen sehen, hören und fühlen.


Sie können sich in der Kuschelecke ausruhen, Bücher anschauen oder sich von mir vorlesen lassen. Ich wähle das Spielzeug gezielt aus hier heißt es ,,weniger ist mehr“ da zu viel Spielzeug das Spielverhalten des Kindes hemmt. Zudem brauchen die Kinder ausreichend Bewegungsmöglichkeiten um neue Dinge zu erlernen.


Das Freispiel


Die Kinder können hierbei selber entscheiden was oder wo sie spielen wollen. Kinder wollen wissen wie die Welt funktioniert sie Armen die Eltern nach, spielen Mutter Vater Kind und stärken ihr Sozialverhalten im Spiel mit den anderen Kindern. Kinder beobachten andere Kinder, sie hören und lernen von ihnen, sie tragen ihr Wissen zusammen und lernen nicht zuletzt auch dadurch, dass sie ihr Wissen weitergeben. Im Spiel lernt das Kind aus eigenem Antrieb heraus und mit viel Spaß, über Versuch und Irrtum, aber ohne Versagensängste. 


Kinder können im Freispiel besonders gut Anspannungen abbauen indem sie oft gedanklich so tief im Spiel sind, dass sie alles um sich herum vergessen. Natürlich gibt es auch mal Streitigkeiten, dabei  halte ich mich erstmal weitestgehend raus und beobachtet die Situation. Sollten die Kinder es nicht alleine schaffen, eine Lösung für das Problem zu finden, zeige ich ihnen verschiedene Möglichkeiten auf ihren Konflikt zu lösen. 

Auf Höflichkeitsregeln und einen Respektvollen Umgang lege ich viel Wert. 


Wir gehen nach Möglichkeit täglich raus. In den ca 500 qm großen Garten wo wir uns auch im Sommer tollen Bewegungsspielen widmen können. Oder in den nahegelegenen Wald wo wir die Natur näher kennenlernen und uns auch ein paar schöne Naturprodukte sammeln wie  Blätter Kastanien, Tannenzapfen und vieles mehr was wir auch zum Basteln verwenden können. Wir Balancieren über Baumstämme um unseren Gleichgewichtssinn zu trainieren. 


Gerne besuchen wir auch 3 Häuser weiter Opa Müller, der einige Gänse, Enten und Hühner hat die gerne gestreichelt und gefüttert werden.


Was braucht ein Kind 


Am meisten benötigt ein Kind eine unterstützend handelnde Bezugspersonen. Eine wertschätzende Beziehung, die Erfahrung von Sicherheit, Trost und Selbstwirksamkeit ermöglichen dem Kind, später selbst verlässliche und emotional offene Beziehungen einzugehen und wirken sich positiv auf den gesamten Bildungs- und Entwicklungsprozess des Kindes aus.


Die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir


Die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir ist sehr wichtig, um dem Kind das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln und um dem Kind gemeinsam eine gute Erziehung zukommen zu lassen. Ein Kind beobachtet und kriegt schon sehr früh mit wenn es Anspannungen zwischen Mama, Papa und der Tagespflegeperson gibt. So kann Ihr Kind auch kein Vertrauen zu mir aufbauen, wenn es merkt dass Sie kein Vertrauen zu mir haben. Daher ist die Kommunikation sehr wichtig ob bei einem    ,,Tür und Angel Gespräch“ wo wir uns kurz ein Feedback geben wie Ihr Kind geschlafen hat oder ob es vielleicht an diesem Tag nicht gut drauf ist. 


Bei Situationen wie einem  Schicksalsschlag in der Familie oder ein Haustier ist verstorben etc müssen Sie mich bitte VOR der Betreuung telefonisch informieren, damit ich in der Zeit der Betreuung Ihres Kindes Situationsentsprechend behutsam auf es eingehen kann  


Sollte Sie einmal unzufrieden sein , dann suchen Sie bitte das Gespräch mit mit, damit wir einen Termin ausmachen können um Unklarheiten und Probleme aus dem Weg zu räumen und sich garnicht erst Anspannung aufbauen können. 


Ich bitte Sie, sich an Absprachen zu halten, damit eine gute Zusammenarbeit funktionieren kann und auch ich meine Zeit planen kann.


Bildungsdokumentation


Jedes halbe Jahr wird ein Beobachtungsbogen ausgefüllt, dies tue ich, indem ich die Entwicklung des Kindes nach gezielter Beobachtung nach der IPS Methode anhand eines schneckenförmigen    Beobachtungsschema in dem die einzelnen Entwicklungsschritte in Kästchen aufgeteilt sind farbig markieren. 


Die IPS Methode bietet mit ihrem Beobachtungsbögen die Möglichkeit ein Kind objektiv zu beurteilen und einen positiven Blick auf das Kind und auf den Menschen zu behalten. 


Nachdem der Beobachtungsbogen ausgefüllt wurde, sieht man anhand der farblich markierten Schnecke ob die Entwicklung Ihres Kindes altersgerecht ist oder ob es in einem Entwicklungsschritt mehr Unterstützung braucht. 


Diesen bespreche ich gemeinsam bei einem vereinbarten Termin mit Ihnen, um Ihrem Kind die beste Möglichkeit einer guten Entwicklung zu geben.




Tiere

Im Garten können die Kinder auch auf Wunsch mit unseren Hunden spielen. Dabei lernen die Kinder den Umgang mit den Tieren. Sie lernen, dass Tiere liebevoll und ohne Gewalt behandelt werden. Bei schüchternen Kindern können Tiere eine Brücke bilden um einen näheren Kontakt herzustellen. 


Dabei biete ich dem Kind zum Beispiel an die Hunde zu füttern, streichen oder zu kämmen wenn es das denn möchte und kann. Sobald ich sehe, dass das Kind nicht mehr ganz so schüchtern ist versuchen ich während es sich mit dem Hund beschäftigt auf es einzugehen.


Wenn ich merke, dass das Kind keinerlei Reaktion auf den Hund zeigt, sich unwohl fühlt oder Angst hat werde ich den Versuch selbstverständlich sofort abbrechen.